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Kill a stupid rule

Kill a stupid rule

 Wir lernen derzeit viel Neues. Und damit meine ich nicht nur die digitalen Tools. Wir erleben gerade als Gesellschaft, dass wir durch unser Verhalten das System verändern können. Durch das konsequente Umsetzen und Durchhalten kollektiver Maßnahmen schaffen wir die Kehrtwende. Gleichzeitig werden wir unser Zusammenleben und -arbeiten in manchen Bereichen neu erfinden.

Jahreszeitgemäß und unabhängig von der Krise sollte man regelmäßig die provokante und selbstkritische Überprüfung der eigenen Prozesse, Regeln und Gewohnheiten durchführen. Wir sollten unsere täglichen Abläufe und Routinen hinterfragen. In jeder Organisation herrschen interne Gesetze, die nicht mehr hinterfragt werden und für starre Strukturen verantwortlich sind. Es geht nicht darum, die „heilige Kuh“ zu schlachten, es geht darum, sie fit zu machen und ihr somit ein langes, agiles Leben zu ermöglichen. Gerade in Umbruchszeiten lernen wir schnell, uns auf das Wesentliche zu konzentrieren, den Fokus klarer zu sehen und in Folge Prioritäten besser zu setzen. Bürokratie macht langsam. Die Technik von „Kill a stupid rule“ hilft, Routinen zu überdenken.

 

 

Vom Mindset zum TUN

Zeigen Sie Trennungskompetenz! Jeder Mensch liebt Gewohnheiten, ohne sie wären wir gar nicht lebensfähig. Sie helfen uns, durch den Tag zu kommen. Der erste Schritt ist zu erkennen und sich einzugestehen, dass es sich um Routinen handelt, die langsam machen und deren Mehrwert sich in den letzten Monaten oder Jahren verflüchtigt hat. Womit sollten wir sofort aufhören? Von welchen Standards, Regeln, Abläufen und Prozessen sollten wir uns schnellstmöglich trennen? Es handelt sich um Ballast. In weiterer Folge stelle man sich vor, wie sich die Erleichterung anfühlt, wenn dieser Ballast weg wäre. Was ist dafür notwendig? Wen brauche ich dafür? Wie bringe ich diese Vereinfachung auf den Weg? Es ist wichtig, von der attraktiven Vorstellung dieser Erleichterung ins Tun zu kommen. So können verkrustete Strukturen Stück für Stück aufgebrochen werden. Beim Ändern von Gewohnheiten geht es um Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin und ums Handeln, so kann Veränderung bewirkt werden. Das fällt uns nicht leicht. Es ist daher notwendig, den Fokus auf kluge Entwicklungsprozesse zu legen und Handlungsfreiräume zu schaffen. Es geht um Geschwindigkeit, Anpassungsfähigkeit, Kundenorientierung und die eigene Haltung – die Parameter von Agilität.

 

 

Eine Teamübung macht’s möglich – Kill a stupid rule

Treffen Sie sich virtuell mit Ihrem Team und befolgen Sie die folgenden Schritte

1. Jeder denkt einzeln nach, welche Prozesse, Abläufe, Regeln, etc. abgeschafft werden könnten, wenn alles möglich wäre…

2. Der Host sammelt die Ergebnisse und schreibt sie für alle sichtbar nieder (digitales Whiteboard, Mentimeter, etc.)

3. Jetzt wird jede einzelne Nennung bewertet nach Auswirkung (y-Achse) und Umsetzbarkeit (x-Achse) auf einer Skala von 0-10

4. Die Bewertungen werden in das Koordinatensystem eingetragen (Mentimeter macht das für euch)

5. Jetzt könnt ihr das Ergebnis diskutieren! Ihr habt jetzt ein visuelles Ergebnis zur Bürokratie-Detox-Kur für eure Organisation!

 

 

 

 

Digitales Tool

Wer dafür ein Collaboration-Tool einsetzen möchte, dem empfehle ich https://www.mentimeter.com. Der Host muss sich zwar entweder via Facebook, Google oder mit E-Mail-Adresse und Passwort registrieren, aber es ist sehr einfach und selbsterklärend anzuwenden. Die Teilnehmer benötigen nur den für die aktuelle Anwendung angezeigten Nummerncode und können gleich via Smartphone über www.menti.com einsteigen und abstimmen, was sofort für alle sichtbar wird.

 

 

Praxistransfer 

Tun Sie es einfach! Suchen Sie sich einige Kolleginnen und Kollegen und entstauben Sie Ihre Organisation. Laden Sie zum Videochat und probieren Sie auch gleich das Collaboration- und Entscheidungs-Tool Mentimeter aus. Tragen Sie die Ergebnisse für alle sichtbar zusammen. Das Koordinatensystem liefert Ihnen dabei eine tolle Übersicht und Transparenz. Dadurch werden Ihre gesammelten Vorschläge besprechbar und in weiterer Folge bearbeitbar. So kommen Sie von der Idee ins Tun und damit zu mehr Agilität in Ihrer Organisation.

 

Buchtipp für heute

„Effectuation – Wie erfolgriche Unternehmer denken, entscheiden und handeln“, Michael Faschingbauer, Schäffer -Poeschl Verlag, 2013

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